Wirt sucht Bauer live – erster bayerischer GastroRegioTag

Wirt sucht Bauer live – erster bayerischer GastroRegioTag

Gastroplattform www.wirt-sucht-bauer.de bietet Kontakt zu Direktvermarktern / Klassifizierung „Ausgezeichnete Bayerische Küche“ ist ideale Vermarktungsplattform regionaler Küche

(Kulmbach) Beim ersten bayerischen GastroRegioTag des Kompetenzzentrums für Ernährung (KErn) trafen sich in Bayreuth Erzeuger und Gastronomen, um Impulsvorträge und Beispiele regionaler Produkte kennenzulernen und bei einem Genuss-Speed-Meeting ihr persönliches Netzwerk zu erweitern. Neben theoretischen Fachvorträgen zur „Regionalität“ und Schilderungen erfolgreicher Praxisbeispiele spielte auch das Thema Vermarktung regionaler und saisonaler Produkte eine entscheidende Rolle.

Rainer Prischenk, Leiter des KErn, betonte: „Der Gastroplattform www.wirt-sucht-bauer.de, die ins Leben gerufen wurde, um regionale Kooperationen zu unterstützen, gehören mittlerweile über 800 Betriebe an – u. a. aus Landwirtschaft, Ernährungshandwerk, Wein- und Gartenbau, Fischerei, Jagd sowie Gastronomie und Hotellerie. Das Sortiment umfasst über 350 verschiedene Regionalprodukte, von Schweinefleisch, Karpfen, saisonalem Gemüse oder Frankenwein bis hin zu Raritäten wie Büffelfleisch, Bamberger Hörnla oder Whiskey – alles direkt vom Ort der Erzeugung.“ Die Plattform wurde vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium in Kooperation mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern, dem Bauernverband und dem Partnerprojekt Regionales-Bayern.de initiiert und gefördert, betreut wird sie vom Kulmbacher Kompetenzzentrum für Ernährung.

Für den DEHOGA Bayern, der Kooperationspartner des KErn ist, referierte Präsidiumsmitglied Jürgen Lochbihler anhand der Vermarkung des Murnau-Werdenfelser Rindes über ein Münchner Best-Practice-Beispiel zur Regionalität, das auch das Konzept der ganzheitlichen Vermarktung eines Tiers beinhaltet. Durch den Zusammenschluss Lochbihlers mit mehreren Münchener Innenstadtwirten wurde eine Möglichkeit gefunden, regionales Rindfleisch zu kaufen und dieses auch „von der Nase bis zum Schwanz“ zu verarbeiten. „Dies erfordere jedoch ein Umdenken von ‘Was schreiben wir auf die Karte und was kaufen wir dafür ein?’ hin zu ‘Was ist in der Kühlung und was kochen wir daraus?’“, so Lochbihler.

Ein weiteres Thema war die Klassifizierung „Ausgezeichnete Bayerische Küche“, ein Qualitätssiegel für gastronomische Betriebe, das öffentlichkeitswirksam und verlässlich auf die Verwendung heimischer Produkte hinweist. Das Siegel dient als Qualitätskompass für die Authentizität spezieller, regionaltypischer Zutaten und die

besonderen Zubereitungsarten der einzigartigen Gerichte, die den Charakter der bayerischen Kultur prägen. Insgesamt können drei Rauten vergeben werden. Je mehr Rauten das Wirtshaus in seinem Siegel hat, desto besser hat es in den verschiedenen Kategorien abgeschnitten. Selbstverständlich muss jeder Wirt eine bestimmte Punkte-Bewertung erreichen, um überhaupt klassifiziert zu werden. Das heißt konkret: Wie in der Sterneküche sind auch Gaststätten mit einer Raute erstklassige Anlaufpunkte, um typisch regionale Küche in bester Qualität zu genießen.

Aufbauend auf der Klassifizierung „Ausgezeichnete Bayerische Küche“ gibt es drei neue Zusatz-Zertifizierungen:

Die „Ausgezeichnete Bierkultur“ setzt auf die auf der „Ausgezeichneten Bayerischen Küche“ auf und ergänzt sie um weitergehende Kompetenzen rund um das Thema Bier. Die Wirtshäuser dokumentieren durch ihre Teilnahme, dass nicht nur die Küche auf regionale und frische Zutaten setzt, sondern dass daneben Biergenuss auf höchstem Niveau geboten wird.

Auf Wunsch von Wirten, die neben ihren mit der „Ausgezeichneten Bayerischen Küche“ klassifizierten Stammbetrieben, auch ihr Festzelt einer kritischen Prüfung unterziehen wollen, wurde die Klassifizierung „Ausgezeichnetes Bayerisches Festzelt“ eingeführt. Neben einem klassifizierten Stammbetrieb müssen Ausgezeichnete Bayerische Festzelte ein Angebot überwiegend regionaler, bayerischer Produkte vorhalten. Wichtig ist neben der Produktqualität auch die Qualität der Dienstleistung. Hier spielen beispielsweise das Servicekonzept oder die Mitarbeiterqualifikation eine Rolle. Außerdem wird geprüft, ob die bayerische Kultur durch den Festwirt ansprechend umgesetzt wird. Ein wichtiger Indikator ist hierfür der Gesamteindruck des Festzeltes vor und hinter den Kulissen.

Gastgewerbliche Betriebe aus Franken, die sich nach den Kriterien der Klassifizierung „Ausgezeichnete Bayerische Küche“ zertifizieren lassen, können fränkische Genusskultur mit dem neuen Klassifizierungszusatz „Ausgezeichnete Bayerische Küche – in Franken“ positiv in Szene setzen. Die geprüften Betriebe pflegen dabei nicht nur die fränkische Wirtshaus- und Küchenkultur, sondern sie entwickeln sie weiter, ohne jedoch die kulinarischen Traditionen ihrer Region zu vernachlässigen. Sie arbeiten Hand in Hand mit Akteuren der Land- und Ernährungswirtschaft sowie dem Ernährungshandwerk aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Ihre Gäste können sicher sein, dass sich die gesamte Genussvielfalt der Region auf dem Teller wiederfindet.

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